Universität Hamburg
Entwicklung und Aufbau von Modul-Sets zu den Themengebieten
"Optik" und "Atom- und Kernphysik"
- Selbstlerneinheiten
- Skriptbausteine (Vorlesung, Praktikumsversuche)
- virtuelle Labore
- Visualisierungen/Simulationen
- Hauptfach-bezogene Modulelemente
Rackwitz, Richard
Romanovskis, Tomass
Wir trauern um unseren Kollegen
und Freund Tomass Romanovskis (1944-2004) Am 29.01.04
verstarb völlig unerwartet und ohne jegliche Vorwarnung Dr. Tomass
Romanovskis, Dozent und Professor am Lehrstuhl für experimentelle Physik
der Lettländischen Universität Riga, wenige Wochen vor Vollendung seines
60. Lebensjahres in Merseburg, wo er sich als Sprecher anlässlich eines
Festkolloquiums aufhielt.
In Liebau (Liepaja) geboren und
aufgewachsen, studierte er in Riga Physik und schloß sein Studium 1972 in
Dorpat (Tartu) mit der Promotion ab. Zwischenzeitlich mußte er seine
dreijährige Wehrpflicht ableisten, die ihn u.a. auch nach Tschetschenien
führte. In der Folgezeit wirkte er einige Jahre in Moskau an einem
Lehrstuhl für Experimentalphysik, bevor er sich schließlich als Dozent und
Professor in Riga niederließ.
Ursprünglich als Theoretiker
ausgebildet, zeigt er schon früh eine starke Neigung zum Experiment und
arbeitete intensiv auf dem Gebiet der Kristallphysik, aber auch
Thermodynamik und Optik sowie mathematische Methoden, astronomische
Probleme und die Geschichte der Naturwissenschaften nahmen ihn gefangen.
Insofern war es nur folgerichtig, das er sich zunehmend auf Lehraufgaben
konzentrierte und sich die Didaktik der Physik und Mathematik als
Arbeitsfeld erfolgreich erschloß. Insbesondere die neuen Medien hatten es
ihm angetan, und er war rastlos bemüht mit ihrer Hilfe das Lehrangebot zu
bereichern und zu verbessern. So ergab es sich denn auch relativ zwanglos,
daß wir ihn zur Mitarbeit im Hamburger Teilprojekt
des Vorhabens "Physik Multimedial" gewinnen konnten. Dieser Aufgabe hat
er sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit großer Begeisterung
und Hingabe gewidmet und hatte entscheidenden Anteil am Aufbau der
Hamburger Medienbank.
Er war ein hochgeschätzter Gesprächs- und Diskussionspartner bei den
Projekttreffen und auch in größerem Rahmen, er verfügte über vielfältige,
auch internationale Kontakte, die er durch regelmäßige Teilnahme an
Konferenzen intensiv pflegte.
Die Nachricht von seinem Tod hat
uns alle tief getroffen, der Zeitpunkt ist besonders tragisch, da er
gerade im Begriffe war, sich wieder nach Riga zu begeben, um dort mit
neuen Ideen und reichen Erfahrungen einen neuen Lebensabschnitt zu
beginnen. Wir werden seine offene freundliche Art, seinen Optimismus und
seine Kompetenz schmerzlich vermissen und ihm ein ehrendes Gedenken
bewahren.
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