Risiken und Chancen virtueller Lehrveranstaltungen
Eine feministische Reflexion
Virtuelle Lernumgebungen sollten so gestaltet sein, dass sie einer
geschlechterparitätischen und interkulturellen Teilnehmerschaft gerecht werden.
Inwieweit die Praxis diesen Anspruch überhaupt gerecht wird, soll in diesem Vortrag
entfaltet werden.
Ausgangspunkt ist der Einfluss der Variablen Geschlecht, Kultur und sozio-struktureller
Hintergrund bei der Implementierung computer-gestützter virtueller Lernumgebungen.
Eine zugespitzte Antwort im Hinblick auf virtuelle Lernumgebungen und Teilnehmerbindung
kann jedoch nur in den virtuellen Kursen selbst gefunden werden, indem z.B.
die Teilnehmer/innendaten analysiert und/oder die Kursanbieter/innen befragt werden.
Vorgestellt werden zusammenfassende Teilergebnisse des BMBF-Projektes “Gender
und Informationstechnologien im Kontext der virtuellen ifu“, die eine Befragung
von Dozenten und Dozentinnen zu ihren praktischen Erfahrungen und den
Veränderungspotentialen von virtuellen Lernangeboten enthält.
Personenbeschreibung: Heike Wiesner: 
Heike Wiesner (*1966) hat 1993 ihr Diplom in den
Sozialwissenschaften an der Universität Bremen erlangt. Im Anschluß
arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der
WE-Frauenforschung der Universität Bremen und am Massachusetts
Institute of Technology (MIT) bei Prof. Evelyn Fox Keller. Von 1996
bis 2000 war sie Doktorandin im Forschungszentrum
Arbeit-Umwelt-Technik (artec) der Universität Bremen mit dem
Promotionsvorhaben: "Wissenschafts- und Geschlechterforschung:
Science and Gender in the Making. Von Oktober 1999 bis April 2000
arbeitete sie im Zentrum interdisziplinäre Frauenforschung (ZiF) an
der Universität Kiel in dem BMBF-Forschungsprojekt
"Informationstechnologien und gender studies im Kontext der
virtuellen ifu". Seit März 2001 arbeitet sie im Fachbereich 3
(Informatik) an der Universität Bremen. Promoviert ist sie seit
April 2001.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind ‘science and
technology studies‘ (STS), Frauen- und Geschlechterforschung sowie
"virtuelles Lernen".
Veröffentlichungen (Auswahl)
Wiesner, Heike: Mit postmodernen Cyborgs auf Tuchfühlung? Ein
Beitrag zum Verständnis über den Zusammenhang von Postmoderne,
Technoscience, Feministischer Naturwissenschafts-forschung und
Science Fiction. In: Feministische Naturwissenschaftsforschung:
Science und Fiction, hrsg. von Barbara Petersen und Bärbel Mauss,
NUT - Frauen in Naturwissenschaft und Technik e.V., Schriftenreihe,
Band 5. Talheim 1998, 55-65
Wiesner, Heike: Vier sind eine zuviel: Das
geschmeidige networking bei der Entdeckung der DNA-Doppelhelix.
In: Kölner Forum, Frau und Hochschule: Frauen in den
Naturwissenschaften. Von Reagenz zu Agenz, hrsg. von der
Frauenbeauftragten in Köln, Ausgabe 2,Köln 1999, 2-12
Wiesner, Heike: Virtuelles Lernen: Eine Befragung von
DozentInnen. In: FifF KO Ausgabe 1/2001
Abstract von Frau Kerstin Zimmermann
Physik und Frauen -
Erfahrungswerte aus Netz und Lehre
Seit das Internet auch für Lehr- und Lernmaterialien propagiert wird,
stellt sich zunehmend die Frage nach dem sinnvollen Einsatz.
Was findet frau heute schon vor und welche Strukturen liegen diesem
zugrunde? Wie kann gewissen Tendenzen entgegen gewirkt werden und
welche Bestrebungen sind dafür nötig.
Kerstin Zimmermann (*1971) Physikstudium in Oldenburg, 1998 Diplom,
Frauenbeauftragte, wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt Dissertationen
Online, 2000 Studium an der ifu im Hamburg (Knowledge Architecture),
Vorbereitung des Physik Multimedial Projekts in Oldenburg,
seit 2001 Researcher for Information Management am ftw.
(Forschungszentrum Telekommunikation Wien)
Homepage:
www.physik.org/kerstin
Korrekturen bitte an
Evelyn Brudler,
Oldenburg