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Abstract von Frau Dipl. Biol. Evelyn Brudler

Im November 2001 wurde vom Projekt Physik Multimedial ein Workshop durchgeführt der die Ansprüche von Studentinnen an die Gestaltung virtueller Lernmedien genauer untersuchen sollte.
Der Workshop trug den Titel "Biologiestudentinnen und Lernangebote fuer Physik im Internet".
Die Einladung erging speziell an Biologie-Studentinnen, da ein grosser Teil von ihnen Physik in der Oberstufe abgewählt hatten, wir also eine große Distanz zu der Disziplin vermuten konnten. Für die Gestalterinnen der neu zu entwickelten Module für die Nebenfachausbildung Physik war ihre Kritik an Inhalten, formaler Gestaltung und Didaktik virtueller Lernmedien umso interessanter . Die Ergebnisse dieses Workshops werden zusammengefasst wiedergegeben, um die vielfältige und anspruchsvolle Kritik der Studentinnen nochmals zu dokumentieren.

Abstract von Frau Dr. phil. Sylvia Jahnke-Klein

Lernen Mädchen Mathematik anders? Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung zum Erleben von Mathematikunterricht

Im Vortrag wird zunächst der Stand der Forschung zum Thema „Mädchen und Mathematik/Naturwissenschaften“ vorgestellt. Danach folgen eigene Untersuchungsergebnisse: Mit Hilfe von offenen, zu freien Stellungnahmen ermunternden, Fragebögen wurden 211 Schülerinnen und 203 Schüler der Klassenstufen 5 bis 13 mehrfach im Laufe eines Schuljahres zum erteilten Mathematikunterricht befragt (2043 Fragebögen). Der Fokus lag dabei auf gelungenem Unterricht. Die befragten Schülerinnen und Schüler äußerten eine ganze Reihe übereinstimmender Bedürfnisse hinsichtlich des Mathematikunterrichts, unterschieden sich aber in der von ihnen präferierten Unterrichtskultur. Die von einem Teil der Schüler geäußerten Wünsche standen in krassem Gegensatz zu den Wünschen der Mehrheit der Schülerinnen ...

Zur Person:
Dr. phil. Sylvia Jahnke-Klein wurde 1959 in Oldenburg geboren. Sie studierte Mathematik und Chemie für das Lehramt an Gymnasien und arbeitete von 1984 bis 1994 als Lehrerin am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht. Von 1994 bis 2002 war sie vom Schuldienst beurlaubt und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Mathematik der Carl von Ossietzky Universität tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte lagen in den Bereichen Frauenforschung und Mathematikdidaktik. Seit August 2002 ist sie wieder als Lehrerin in Bad Zwischenahn tätig.

Abstract von Frau Dipl. Phys. Julika Mimkes

In der Orientierungswoche des WS02/03 habe ich an der Universität Oldenburg einen 4-tägigen Kurs mit dem Titel "Einführung in das Recherchieren und Publizieren im Internet fuer Naturwissenschaftlerinnnen" gegeben. Grundlagen, wie die Nutzung von Internetdiensten, Webbrowsern und Suchmaschinen sowie die Websprache "html", standen im Mittelpunkt. Der Kurs wurde als Vorlesung mit Übung angeboten. Obwohl keine "Scheine" erworben werden konnten, hatte der Kurs grossen Zulauf und das Ziel, eigene Internetseiten zu erstellen, wurde von allen Gruppen erreicht.

Abstract von Frau Dr. Heike Wiesner, Soziologin

Das Ziel des Forschungsprojektes „Gender Mainstreaming und Neue Medien in der Bildung“ Förderbereich „Hochschule“ besteht darin, das Konzept Gender Mainstreaming in 100 bmb+f-Projekte im Schwerpunkt „Neue Medien in der Bildung“ umzusetzen. Das Problem ist, dass Gender Mainstreaming ein „von oben“ verordnetes EU-Förderkriterium und kein „intrinsisches“ Anliegen der Projekte ist. Der Vortrag bietet nicht nur einen Einblick in das Konzept Gender Mainstreaming, sondern zeigt auf, wie es doch noch gelingen kann, Erfolgskriterien für Chancengleichheit im Bereich multimedialen Lehrens und Lernens zu entwickeln und umzusetzen. Dieses sicherlich anspruchsvolle Vorhaben bedarf einer Übersetzungsleistung, die nur in einem multidisziplinärem Netzwerk-Zusammenhang formuliert, übertragen und umgesetzt werden kann. Aufgefächert in fünf Unterpunkten (Projektorganisation, Technologie und Design, Didaktik, Lehr- und Lehrinhalte, Evaluation) soll in dem Vortrag nicht nur die Reichweite von virtuellen Lernumgebungen unter dem Gesichtpunkt von Gender Mainstreaming erörtert werden, sondern entlang der Verknüpfung von Genderforschung mit den Erkenntnissen aus dem Bereich „virtuelles Lernen“ wird ein gestaltungsorientierter GM-Leitfaden vor- und zur Disposition gestellt.

Zur Person:
Dr. Heike Wiesner (wiesner@informatik.uni-bremen.de) Geboren 1966, Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Bremen, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der WE-Frauenforschung der Universität Bremen und am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Von 1996 bis 2000 Doktorandin im Forschungszentrum Arbeit-Umwelt-Technik (artec) der Universität Bremen. Promotion April 2001. Von Oktober 1999 bis April 2000 arbeitete sie im Zentrum interdisziplinäre Frauenforschung (ZiF) an der Universität Kiel in dem bmb+f-Forschungsprojekt "Informationstechnologien und gender studies im Kontext der virtuellen ifu". Seit März 2001 ist sie im Fachbereich 3 (Informatik) an der Universität Bremen tätig. Dem Zentrum für Digitale Medien in der Lehre (DimeB) gehört sie seit Anfang 2002 an. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte lauten: Gender Mainstreaming und Neue Medien in der Bildung, 'science and technology studies' (STS) sowie Frauen- und Geschlechterforschung.

 UNIVERSITÄT BREMEN
 -Fachbereich 3 Angewandte Informatik-
 Digitale Medien in der Bildung (DiMeB)
 Dr. Heike Wiesner Raum: MZH 1192
 Postfach 33 04 40Fon: 0421 218-2884
 28334 Bremen Fax: 0421 218-4269
 EMail: wiesner@informatik.uni-bremen.de


Korrekturen bitte an
Evelyn Brudler,Oldenburg
  PT-NMB


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